Die Wandergruppe

auf Tour im Thüringer Wald

Nicht nur der allgemein bekannte Wanderweg „Rennsteig“ bietet im Thüringer Wald umfangreiche Wandererlebnisse, auch etwas abseits dieses Gebietes findet man landschaflich schöne und interessante Gegenden, die auf Wanderer warten. Dies wollten 24 Mitglieder der Wandergruppe der Sektion während einer Wochenendtour auf die Probe stellen.

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Teilnehmer Wanderwochenende

Aber wer kennt schon Cursdorf? Der Ort liegt auf 690 Meter Höhe nahe dem Tal der Schwarza, hat ca. 600 Einwohner und gehört zum Kreis Saalfeld-Rudolstadt.Unser Wanderfreund Burkhard Garbelmann kannte den Ort und hat die Tour organisiert.

Am 19. Mai 2017 reiste die Gruppe in Fahrgemeinschafen mit PKWs an und bezog Qartier im Hotel „Zum Kräutergarten“.
Schon eine Stunde nach Ankunft führte uns eine Wanderung in einem weiten Bogen um Cursdorf herum zunächst bei schönem Wetter hinab zur Schneidemühle und in einem steilen Aufstieg hinauf zur Meuselbacher Kuppe (786 Meter). Die Bergwirtschaft der Kuppe werden wir in guter Erinnerung behalten. Sie bot uns Schutz vor einem plötzlich einsetzenden, kräftigen Gewitterregen, der uns zu einem nicht geplanten längeren Aufenthalt zwang. Den Wirt hat es gefreut.

Eine besondere Atraktion dieses Gebietes ist eine technische Besonderheit: Die Oberweißbacher Bergbahn.
Diese sollten wir am zweiten Tag unseres Aufenthaltes kennenlernen.
Auf der Cursdorfer Hochebene führt eine elektrifizierte Flachstrecke von Cursdorf über Oberweißbach nach Lichtenhain. Hier erfolgt der Umstieg auf die 1,4 Km lange Standseilbahn.

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Oberweißbacher Bergbahn

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Blick ins Schwarzatal

Auf einem Gefälle von 25 % erreicht die Bahn die 323 Meter tiefer liegende Station Obstfelderschmiede, um von dort an die Schwarzatalbahn Anschluß zu haben. Die unter Denkmalschutz stehende Bahn wurde 1923 für den Personenverkehr in Betrieb genommen.
Es war wahrlich ein Erlebnis, mit dieser Bahn zu fahren. Insbesondere die 18-minütige Bergfahrt mit dem „Cabrio-Wagen“ bei strahlendem Sonnenschein machte Freude.

Das naheliegende Oberweißbach, das wir anschließend besuchten, hat neben der sehenswerten Hoffnungskirche mit 2000 Sitzplätzen auf drei Emporen das Fröbelmuseum zu bieten. Friedrich Fröbel ist der Begründer des Kindergartens im Jahre 1840.
Auf gut markiertem Wanderweg ging es dann auf dem Kräuterlehrpfad über die Heckersberghütte zum 784 Meter hohen Kirchberg, dem Standort des weit sichtbaren Fröbelturms. Nach Stärkung in der dortigen Bergwirtschaft erreichten wir talwärts wieder Cursdorf.
Auch der letzte Tag unseres Wanderwochenendes sollte nicht ungenutzt bleiben.
Wir besuchten die Talsperre Leibis-Lichte. Das Bauwerk gilt als eine der höchsten Staumauern Deutschlands, wurde erst 2006 eingeweiht und gilt der Trinkwasserversorgung.

Den Abschluß unseres Unternehmens bildete der Besuch eines Haflinger-Gestüts in Meura, der aufgrund einer mit interessanten Informationen über die Pferdezucht gespickten Führung großen Anklang fand.
Es waren schöne, erlebnisreiche Tage im Thüringer Wald, gut organisiert durch unseren Wanderfreund Burkhard Garbelmann bei dem alle Beteiligten sich recht herzlich bedanken.

1. Juni 2017 | Text: Erich Hamm, Fotos: Wandergruppe