DAV-Kletterwochenende im Thüringer Wald – Zwischen Schnee, Hagel und Felsen

Mit gemischten Wetterprognosen und der Frage, ob das Wochenende überhaupt stattfinden kann, startete unser DAV-Kletterwochenende im Thüringer Wald. Schnee, Kälte und wechselhafte Vorhersagen sorgten noch kurz vor der Abfahrt für Diskussionen über eine mögliche Absage. Am Ende überwog jedoch die Vorfreude und das sollte sich lohnen.

Insgesamt 27 Teilnehmer machten sich auf den Weg in den Thüringer Wald. Bereits am ersten Tag reisten die Camper an und erkundeten das Gelände unseres Quartiers, ein ehemaliges Jugendfreizeitcamp mit direktem Zugang zu einem idyllischen Bergsee. Zwischen alten Hütten, Lagerfeueratmosphäre und viel Natur kam schnell Wochenendstimmung auf.

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen des Ankommens und der ersten Aktivitäten. Während weitere Teilnehmer eintrafen, wurden bereits mehrere Wanderungen durch die umliegenden Wälder und Höhenzüge unternommen. Trotz der kühlen Temperaturen zeigte sich der Thüringer Wald von seiner ruhigen und beeindruckenden Seite.

Einige besonders Mutige ließen sich sogar nicht vom kalten Wetter abschrecken und wagten einen Sprung in den eisigen Bergsee, definitiv eine der härteren Herausforderungen des Wochenendes.

Am dritten Tag wurde das Wetter den Eisheiligen im Gebirge gerecht: Regen, Hagel und sogar Schneeschauer wechselten sich ab. Davon ließ sich die Gruppe jedoch nicht unterkriegen. Ein Teil zog erneut zu Wanderungen los, weitere Teilnehmer erkundete die Region mit dem Fahrrad und ein besonders motivierter Teil der Gruppe nutzte bereits die Gelegenheit für die ersten Routen am Felsen.


Der vierte Tag brachte schließlich den Höhepunkt des Wochenendes, gemeinsam ging es zum Klettern in zwei verschiedene Felsregionen. Der feuchte Frühling hatte an einigen Stellen deutliche Spuren hinterlassen, Moos verdeckte so manchen Griff und machte die Routen zusätzlich spannend. Dennoch wurde ausgiebig geklettert, gesichert und ausprobiert. Vom entspannten Genussklettern bis zu anspruchsvolleren Linien war für alle etwas dabei.

Auch die Abende waren ein wichtiger Teil des Wochenendes und wurden gemeinsam gestaltet. Mal wurde Pizza bestellt, mal gemeinsam gegrillt oder zusammen essen gegangen. So entstanden viele gesellige Stunden mit guten Gesprächen, Spielen und jeder Menge guter Stimmung. Aufgrund der Gruppengröße teilte man sich manchmal auf, ein Teil saß gemütlich im Vorzelt zusammen, während andere den Abend in der Hütte ausklingen ließen. So fand jeder seinen Platz, um die Gemeinschaft und die besondere Atmosphäre des Wochenendes zu genießen.

 


Am fünften und letzten Tag traten bereits die ersten Teilnehmer die Heimreise an. Andere nutzten die Rückfahrt noch für einen letzten Zwischenstopp an weiteren Felsen der Region. Dort konnten sogar einige Mehrseillängenrouten geklettert werden, ein gelungener Abschluss eines Wochenendes, das trotz schwieriger Wetterbedingungen allen in Erinnerung bleiben wird.

Am Ende zeigte sich einmal mehr: Für ein gutes DAV-Wochenende braucht es nicht perfektes Wetter, sondern gute Gemeinschaft, Abenteuerlust und die Freude an Bewegung in der Natur. Ein besonderer Dank geht an das Organisationsteam für das rundum gelungene Wochenende.
Fotos und Text:
Franzi Holz

8. Juni 2026 | Text: Franzi Holz